Ab in den Sueden - rein ins Abenteuer
Wie schon mal erwaehnt, mussten Verena und ich in den Sueden, nach Masasi, Lupaso und Lukuledi, denn es hatte sich ergeben, dass wir unseren Einsatzort nach Morogoro wechselten. Doch dazu mussten wir mal unser ganzes Zeugs holen. Eigentlich kein Problem. Rein in den Bus, 9h Fahrt nach Masasi, raus aus dem Bus, alles erledigen was zu erledigen ist und das ganze wieder retour...
Ok, das ganze Abenteuer fing schon mal an, als uns br. Bogdan in der viel zu fruehen Fruehe zum Bus brachte und uns unsere Ticktes mit den Plaetzen K3 und K4 in die Hand drueckte. Er hatte sie uns einen Tag zuvor gekauft und im Shop hatte sie ihm versichert, dass es sich dabei um Plaetze ungefaehr in der Mitte handelte... naja, ich moechte jetzt keine Wortklauberei betreiben, aber zwischen Mitte und letzte Reihe ist doch wohl ein Unterschied... und so kam es, dass wir unsere Reise in der letzten Reihe begangen. Noch bevor wir die Buschstrasse erreichten schleuderte es uns regelmaessig bei kleineren Unebenheiten einen halben Meter in die Luft. Ich weiss, dass Uebertreibungen eines meiner Stilmittel sind, aber diesmal kann ich euch versichern, dass ich dieses nicht verwende. Uns tat bereits alles weh, obwohl wir grad mal ne halbe Stunde unterwegs waren...
Wir kamen zur Buschstrasse... 60km hat dieser Abschnitt auf dem es keine Strasse auf der Strasse gibt... wir wurden durchgeschlagen (nicht mehr einen halben Meter hoch sondern mehr und das die ganze Zeit). Meine Wirbelsaeule, Verenas Genick, unsere Koepfe und Knie, die Hueften, alles schmerzte... 3h sollte dieser Spass dauern... Doch irgendwann blieben wir stehen. Uns war das erstmals nur recht so, wir erholten uns etwas und warteten. Busse, Autos, LKWs vor uns. Stundelang bewegte sich nichts in der Kolone. Nebenbei begann es auch noch zu regnen. Irgwendwo auf dem Weg, bedingt durch den vielen Regen, war die Strasse nicht passierbar. Vielleicht wuerde sie erst in ein paar Tagen repariert werden... aja, danke. Gottseidank ergab sich dann die Moeglichkeit fuer uns den Bus zu wechseln. Im Regen, mit unserem Gepaeck auf dem Ruecken begannen wir unsere Wanderung. Es dauerte eine Stunde bis wir unseren naechsten Bus erreichten und dabei ueberquerten wir ein paar Fluesse, wateten durch knietiefen Schlamm,... muede und nass bezogen wir wieder die Plaetze in der letzten Reihe... es ging weiter und um 23.30 Uhr, nach 17,5h Fahrt kamen wir an.
Am naechsten Tag konnten wir uns nicht bewegen...
Wir klaerten alles mit F. Lazarus und erholten uns weiter...
In den naechsten Tagen wurde mir ein Auto der Brueder geborgt (oho, welch ein Wunder!) und so konnte ich den Chauffeur nach
Lupaso und Lukuledi spielen (in der ersten Reihe und hinter dem Steuer macht das Fahren auf Buschstrassen grossen Spass:-))
Wir packten unser Zeugs, wunderten uns wie wir das alles jemals mit hierher gebracht hatten, quatschten mit den Schwestern und verabschiedeten uns. Der Abschied fiel schwer, doch freuten wir uns auch auf unsere neuen Herausforderungen.
So, jetzt fehlte nur noch die Busfahrt zurueck nach Dar. Die Strasse war anscheinend wieder in Ordnung. Wir begangen unsere journey in der Frueh und alles verlief problemlos bis wir mal wieder zum verdaechtigen Anhalten kamen. Wir befanden uns schon wieder auf dem Buschstrassenabschnitt. Es war frueher Nachmittag. Ich erspare mir jetzt lange Ausfuehrungen und komme gleich zum Punkt. Die Strasse war wieder nicht passierbar, es gab keine Moeglichkeit den Bus zu wechseln also warteten wir. Bis 19 Uhr war die Strasse nicht repariert und danach gingen die Strassenarbeiter nach Hause und uns blieb nichts anderes uebrig als im Bus(ch) zu uebernachten. Welch ein freudenvolles Erlebnis! *aehm, raeusper* Kein Haus, kein Geschaeft weit und breit, gottseidank hatten wir ein paar Snacks und geraeucherten Fisch bei uns,... das Ungeziefer kannte keine Grenzen,... es war heiss im Bus, die Sitze viel zu klein und unbequem,... jupee,...
Am naechsten Tag warteten wir, etwas zerknittert von der Nacht, auf dass es endlich weitergehen sollte... aber ausser Warten tat sich nicht viel. Zu Mittag ging es dann endlich weiter und nach 34h
kamen wir endlich in Dar an.
Manche Menschen bezahlen ja viel Geld fuer so eine Abenteuerreise, buchen sie in Europa, koennen es kaum erwarten mal was "anderes" zu erleben. Tja,... ich kann da nur einen Einsatz als MissionarIn auf Zeit empfehlen. Unser ganzes Leben hier faellt in die Kategorie "anders" und Abenteuer wie das oben beschriebene gehoeren einfach dazu, sind quasi ohne Aufpreis "inklusive" :-)
Ok, das ganze Abenteuer fing schon mal an, als uns br. Bogdan in der viel zu fruehen Fruehe zum Bus brachte und uns unsere Ticktes mit den Plaetzen K3 und K4 in die Hand drueckte. Er hatte sie uns einen Tag zuvor gekauft und im Shop hatte sie ihm versichert, dass es sich dabei um Plaetze ungefaehr in der Mitte handelte... naja, ich moechte jetzt keine Wortklauberei betreiben, aber zwischen Mitte und letzte Reihe ist doch wohl ein Unterschied... und so kam es, dass wir unsere Reise in der letzten Reihe begangen. Noch bevor wir die Buschstrasse erreichten schleuderte es uns regelmaessig bei kleineren Unebenheiten einen halben Meter in die Luft. Ich weiss, dass Uebertreibungen eines meiner Stilmittel sind, aber diesmal kann ich euch versichern, dass ich dieses nicht verwende. Uns tat bereits alles weh, obwohl wir grad mal ne halbe Stunde unterwegs waren...
Wir kamen zur Buschstrasse... 60km hat dieser Abschnitt auf dem es keine Strasse auf der Strasse gibt... wir wurden durchgeschlagen (nicht mehr einen halben Meter hoch sondern mehr und das die ganze Zeit). Meine Wirbelsaeule, Verenas Genick, unsere Koepfe und Knie, die Hueften, alles schmerzte... 3h sollte dieser Spass dauern... Doch irgendwann blieben wir stehen. Uns war das erstmals nur recht so, wir erholten uns etwas und warteten. Busse, Autos, LKWs vor uns. Stundelang bewegte sich nichts in der Kolone. Nebenbei begann es auch noch zu regnen. Irgwendwo auf dem Weg, bedingt durch den vielen Regen, war die Strasse nicht passierbar. Vielleicht wuerde sie erst in ein paar Tagen repariert werden... aja, danke. Gottseidank ergab sich dann die Moeglichkeit fuer uns den Bus zu wechseln. Im Regen, mit unserem Gepaeck auf dem Ruecken begannen wir unsere Wanderung. Es dauerte eine Stunde bis wir unseren naechsten Bus erreichten und dabei ueberquerten wir ein paar Fluesse, wateten durch knietiefen Schlamm,... muede und nass bezogen wir wieder die Plaetze in der letzten Reihe... es ging weiter und um 23.30 Uhr, nach 17,5h Fahrt kamen wir an.
Am naechsten Tag konnten wir uns nicht bewegen...
Wir klaerten alles mit F. Lazarus und erholten uns weiter...
In den naechsten Tagen wurde mir ein Auto der Brueder geborgt (oho, welch ein Wunder!) und so konnte ich den Chauffeur nach
Lupaso und Lukuledi spielen (in der ersten Reihe und hinter dem Steuer macht das Fahren auf Buschstrassen grossen Spass:-))
Wir packten unser Zeugs, wunderten uns wie wir das alles jemals mit hierher gebracht hatten, quatschten mit den Schwestern und verabschiedeten uns. Der Abschied fiel schwer, doch freuten wir uns auch auf unsere neuen Herausforderungen.
So, jetzt fehlte nur noch die Busfahrt zurueck nach Dar. Die Strasse war anscheinend wieder in Ordnung. Wir begangen unsere journey in der Frueh und alles verlief problemlos bis wir mal wieder zum verdaechtigen Anhalten kamen. Wir befanden uns schon wieder auf dem Buschstrassenabschnitt. Es war frueher Nachmittag. Ich erspare mir jetzt lange Ausfuehrungen und komme gleich zum Punkt. Die Strasse war wieder nicht passierbar, es gab keine Moeglichkeit den Bus zu wechseln also warteten wir. Bis 19 Uhr war die Strasse nicht repariert und danach gingen die Strassenarbeiter nach Hause und uns blieb nichts anderes uebrig als im Bus(ch) zu uebernachten. Welch ein freudenvolles Erlebnis! *aehm, raeusper* Kein Haus, kein Geschaeft weit und breit, gottseidank hatten wir ein paar Snacks und geraeucherten Fisch bei uns,... das Ungeziefer kannte keine Grenzen,... es war heiss im Bus, die Sitze viel zu klein und unbequem,... jupee,...
Am naechsten Tag warteten wir, etwas zerknittert von der Nacht, auf dass es endlich weitergehen sollte... aber ausser Warten tat sich nicht viel. Zu Mittag ging es dann endlich weiter und nach 34h
kamen wir endlich in Dar an.
Manche Menschen bezahlen ja viel Geld fuer so eine Abenteuerreise, buchen sie in Europa, koennen es kaum erwarten mal was "anderes" zu erleben. Tja,... ich kann da nur einen Einsatz als MissionarIn auf Zeit empfehlen. Unser ganzes Leben hier faellt in die Kategorie "anders" und Abenteuer wie das oben beschriebene gehoeren einfach dazu, sind quasi ohne Aufpreis "inklusive" :-)
jussy - 20. Jan, 12:17 - 265 mal gelesen