Montag, 18. Januar 2010

Langsam mal der Reihe nach: Weihnachten

So,... lang ist her mit meinen Blog-Eintraegen. Gar nicht einfach die Ereignisse von vor langer, langer,... Zeit halbwegs chronologisch revue passieren zu lassen...
Es war einmal Weihnachten. Zu dieser Zeit befand ich mich im kleinen Buschdorf namens Lukuledi. Schnee gab es keinen, kalt war es auch nicht, Gluehwein konnte ich auch nirgends erspaehen,... und doch rueckte das Fest von Christi Geburt immer naeher. Die Erwartungen meinerseits waren zugegebenermassen doch eher gross, befand ich mich ja in einer ganz neuen/anderen Kultur, in einer fuer mich ganz neuen Klimazone, weit weg von schneebedeckten Taelern,... ich war gespannt wie Weihnachten wohl am anderen Ende der Welt gefeiert werden wuerde.
Tja, wer jetzt grossartige Erzaehlungen erwartet, den muss ich leider enttaeuschen. Der 24. (wie die Tage davor) gingen an den Menschen etwas vorbei. Der Begriff "Krismasi" (=Weihnachten auf Kiswahili) schwebte schon immer wieder durch die Raeume und Gespraeche, aber ich hatte den Eindruck, dass das mehr aus dem Grund geschah weil da ein paar Feiertage (=arbeitsfreie Tage) warteten.
Ich sollte vielleicht auch erwaehnen, dass Krismasi unterschiedlich in der sds Schwesterngemeinschaft und der restl. christlichen Dorfgemeinschaft vorbereitet wurde.
Da die Schwestern ihre Ganznachfolge durch ihr Schwesternsein bezeugten, hatte ich den Eindruck, dass sie das bei den Festen nicht mehr so zum Ausdruck bringen mussten bzw. wollten. Weihnachten wurde in den Familien in Abhaengingkeit von ihren meist beschraenkten finanziellen und materiellen Moeglichkeiten feierlich vorbereitet. Die Kinder freuten sich und erzaehlten mir wie besonders dieser Tag fuer sie ist, da es da ja manchmal Geschenke gibt. Die Schwestern bereiteten nichts besonderes vor.
Der 24. ging vorueber. Am Abend gab es eine Abendmesse um 20 Uhr. Ohne Strom, also komplett im Dunkeln. Die Menschen sangen und tanzten und die Kinder freuten sich, denn normalerweise duerfen sie um diese Uhrzeit (=nach Einbruch der Dunkelheit) nicht mehr aus dem Haus. Ende des Tages.
Es kam der 25. Dieser Tag war ein richtiger Festtag. Die Messe in der Frueh war ueberfuellt und es gab 48(! kein Schmaeh) Taufen. So etwas hatte ich auch noch nie erlebt. Laut meinem Pfarrer, waren das aber wenige Taeuflinge dieses Jahr. In einer Outstation unserer Pfarre gab es ueber 60.
Nach der Messe (die nur 2,5h dauerte - ich war beeindruckt) ging es ab nach Masasi.
Am Abend gab es ein feierliches Abendessen bei den Schwestern gemeinsam mit den Bruedern.
Am naechsten Tag stellten Verena und ich unsere Koch- und Backkuenste unter Beweis. F. Lazarus hatte Geburtstag und ein paar Tage drauf F. Eugen Namenstag. So bereiteten wir Kaesespaetzle vor (und stritten darueber, ob sie jetzt urspruenglich aus Oesterreich oder Deutschland stammen) und einen tollen Kuchen mit Vanillecremeschicht und Schokoglasur.
Am naechsten Tag ging es dann mit dem Bus nach Daressalaam.

Unterwegs

mit Christus und den Menschen in der Welt

Aktuelle Beiträge

Gesendet
...wurde ich gestern. Von meinen Freunden, meiner...
jussy - 28. Apr, 15:18
Zu Gast in Tansania
Die letzten zwei Wochen war ich mit meinem österreichischen...
jussy - 31. Jul, 23:07
Bye bye Africa!
Das ist mein letzter Eintrag aus Afrika. Morgen um...
jussy - 31. Jul, 23:00
Was für ein Text!
Nach Adam Riese sind die zwei Wochen seit dem 16. rum,...
dariu - 30. Jul, 21:41

Status

Online seit 5857 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 28. Apr, 15:28

Blog Besucher

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Credits


AFRIKA
auf dem Weg nach Afrika
hier & da
im Gebet
in Daten & Terminen
in Diskussion
in Gedanken des Glaubens
Spenden
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren